Als BOGY-Praktikant war ich eine Woche lang an der Universität Konstanz im Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft und durfte dort den Uni-Alltag miterleben und verschiedene Projekte kennenlernen.

Am ersten Tag wurde ich freundlicherweise morgens von Frau Widmann am Busbahnhof der Universität abgeholt und zum Arbeitsplatz meiner Mentorin Simay Atasoy gebracht. Nach einem kleinen Rundgang durch die verschiedenen Räume des Fachbereichs Informatik habe ich einen kleinen Roboter bekommen. Diesen durfte ich nach einem kleinen Tutorial selbstständig programmieren. Das Ziel war es zum Beispiel Hindernissen auszuweichen. Am Anfang fiel mir der Umgang mit der Programmoberfläche des Roboters eher schwer, doch mit der Zeit habe ich mich gut zurechtgefunden. Das Programmieren hat dann auch großen Spaß gemacht.

Nikolas Bracht beim Programmieren des kleinen Roboters

Am zweiten Tag durfte ich morgens noch weiter an meinem Roboter arbeiten, sodass dieser einer schwarzen Linie folgen und Hindernisse vermeiden konnte. Danach hatte ich die Möglichkeit, die verschiedenen Forschungsprojekte kennenzulernen. Die Forschung, die an der Uni Konstanz im Bereich Informatik und Informationswissenschaften betrieben wird, hat mich sehr fasziniert. Besonders eindrucksvoll fand ich ein Projekt, bei dem es darum geht, eine Flotte (oder einen Schwarm) autonomer Segelboote zu erschaffen. Ich konnte hierbei einen sehr interessanten Prototyp besichtigen.

Am dritten Tag ging es direkt spannend los. Nach einem kurzen Sicherheitsbriefing durfte ich im Imaging Hangar der Universität bei einem Experiment mit Robotern, die autonom kollektiv handeln sollten, dabei sein.

Nikolas Bracht und Simay Atasoy beim Aufstellen der Roboter
Die Roboter bilden nach einiger Zeit einen Schwarm

Danach gab es eine kleine Präsentation eines Doktoranden zu seinem Projekt. Nach dem Mittagessen habe ich dann nochmal Zeit bekommen, meinen Roboter weiter auf verschiedene Verhaltensweisen, wie zum Beispiel ein Fluchtverhalten zu programmieren. Hierfür habe ich von Simay eine kurze Einführung ins objektorientierte Programmieren bekommen. Das neu gewonnene Wissen dann auf meinen Roboter anzuwenden hat mir sehr gefallen. Etwas später am Tag durfte ich dann noch ein Forschungsprojekt, Watchplant, bei dem es darum geht Pflanzen als Sensoren für die Umwelt zu nutzen, kennenlernen. Hierfür sind wir auch in den botanischen Garten der Uni gegangen.

Am vierten Tag durfte ich mich am Programmieren von einem bieneninspirierten, kollektiven Algorithmus für mehrere Roboter versuchen. Das Ziel war zu erreichen, dass sich alle Roboter nach und nach autonom am Ort der größten Wärme versammeln, so wie es junge Honigbienen tun. Dieses kollektive Verhalten zu programmieren war auch nach Erklärungen noch herausfordernd und hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich es bis zum Ende des Tages noch nicht komplett geschafft hatte.

Freitag war der fünfte und letzte Tag meines BOGY-Praktikums an der Uni Konstanz. Nachdem ich morgens noch etwas Zeit für finale Änderungen an meinem Roboter bekommen hatte, durfte ich mit zu einem weiteren Experiment im Imaging Hangar, diesmal sogar mit 100 Robotern. Darauf folgte eine sehr interessante Präsentation aus der Biologie, die Überschneidungen mit dem im Fachbereich Informatik und Informationswissenschaften mit erforschten Schwarmverhalten hatte. Nach dem Mittagessen ging es dann zum Highlight des Tages. Das Team rund um den E-David, ein etwas mehr als 2 Meter großer Malroboter, hat mir ihre verschiedenen Malroboter gezeigt, den E-David durfte ich sogar in Aktion erleben.

Nikolas Bracht und Michael Stroh bei der Presentation des Malroboters

Abschließend kann ich sagen, dass das BOGY-Praktikum an der Uni nicht nur Spaß gemacht hat, sondern auch informativ und sehr interessant war.

Vielen Dank für diese spannende Woche und die vielen neun Eindrücke.

Meine BOGY Woche unter Robotern

SFB-TRR 161 Office for Administrative Affairs and Public Relations at the University of Konstanz.

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