Girl’s Day 2021 – die Online Herausforderung

Gut 11 Jahre ist es her, da bin ich selbst mit großen Augen über den Stuttgarter Uni Campus geschlendert, zu den Workshops von dem damaligen Aktionsprogramm “Probiert die Uni aus!”

Ich war fasziniert von Forschung und Informatik im Besonderen und solche Aktionstage weckten in mir den Ehrgeiz auch einmal selbst die Zukunft mit meiner Forschung zu gestalten.

Mittlerweile habe ich zwar gelernt, dass sich interessante Forschungsergebnisse nicht einfach aus dem Hut zaubern lassen, sondern durchaus harte Arbeit sind. Zudem ist es durchaus oft ein Drahtseilakt, neben Lehre und Meetings genug Zeit für die eigene Forschung zu finden. Und dennoch: Ich würde mich wieder für genau den Beruf entscheiden, den ich gerade ausübe. Und ein klein wenig träume ich immer noch, meinen Beitrag dazu zu leisten, die Welt ein kleines Stück besser zu machen. 😉

“Schuld daran”  sind auch Berufsorientierungsveranstaltungen, wie der Girls’ Day. Deswegen war es mir eine auch Herzensangelegenheit den diesjährigen Girls’ Day mitzugestalten.

Verbunden über Webex

Der Girls’ Day war dieses Jahr ein Gemeinschaftsprojekt vom SFB-TRR 161 und dem SFB1313, und im speziellen eine Kooperation der Uni Konstanz und der Uni Stuttgart. Insgesamt bildeten wir ein 8-köpfiges Team, dass sich dieses Jahr der Herausforderung stellen musste den Girls’ Day online zu gestalten.

Zum einen ermöglichte dies zwar erst eine uni-übergreifende Veranstaltung zu der wir auch deutschlandweit Mädchen einladen konnten, zum anderen barg es natürlich auch organisatorische Hürden, die es im Vorfeld zu überwinden galt. Und ich sah dem diesjährigen Girl’s Day mit lachenden Augen aber einer schwitzenden Stirn entgegen.

Die 10 Teilnehmerinnen konnten zwar nicht staunend über den Campus laufen, aber dennoch konnten wir ihnen ein spannendes Programm bieten, in dem wir ihnen Einblicke in die Informatik über Erzählungen und praktische Erfahrungen ihrerseits gaben.

Aller Anfang ist leicht

Mission des Tages war: Lerne ein wenig Programmieren mit C# indem du deinen eigenen Bildschirmschoner programmierst.

Dabei wurden lebensnahe Erfahrungen gesammelt: Die IT drumherum kann manchmal zickig sein (vor allem das Telekonferenz Tool und die ein oder andere Internetverbindung) und es braucht schon ein wenig Geduld und Spucke bis sich schöne bunte Tropfen über den Bildschirm bewegen. Aber wenn es dann klappt, ist es ein tolles Gefühl 😊

Ein selbst-programmierter Bildschirmschoner

Trotz anderer Rahmenbedingungen dieses Jahr hat es “viel Spaß gemacht” und alle waren motiviert und fleißig bei der Sache (oft mit freiwilligen Überstunden).

Dieser Tag hat mal wieder meine Erfahrung bestätigt: Für Informatik muss man vor allem Kreativität und Geduld mitbringen, alles andere lernt man mit der Zeit. Und den Rest kann man googeln. Also Mädels traut euch! 😊

“Es hat sehr viel Spaß gemacht!”
Für mehr Girl Power in der Informatik – Der Girls’ Day 2021

Katrin Angerbauer is a PhD student in the Virtual Reality and Augmented Reality Group at the University of Stuttgart, currently working on accessibility and assistive technology in visual computing. Her main research focuses discovering accessibility issues and investigating new assistive technology within visual computing.

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